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Holunder und Felsenbirne statt Sommerflieder

Neophyten-Tausch-Aktion Rehetobel

Sommerflieder raus – einheimische Vielfalt rein: Mit der Tauschaktion wurde gemeinsam ein praktischer und sichtbarer Beitrag für die heimische Biodiversität geleistet.

Gemeinsam für mehr einheimische Vielfalt

Mit der Neophyten-Tauschaktion in Rehetobel initiierte das Zentrum für Artenvielfalt Appenzellerland ein innovatives Pilotprojekt zur Förderung der heimischen Biodiversität. Ziel der Aktion ist es, invasive Neophyten in Privatgärten durch einheimische Sträucher zu ersetzen und damit einen konkreten Beitrag zum Schutz unserer natürlichen Lebensräume zu leisten.


Im Zentrum der Aktion stand der Sommerflieder (Buddleja davidii), auch Schmetterlingsstrauch genannt. Obwohl er wegen seiner auffälligen Blüten beliebt ist, breitet er sich in der Natur stark aus und verdrängt einheimische Pflanzenarten. Besonders entlang von Waldrändern, Bachufern oder in ökologisch sensiblen Gebieten kann dies erhebliche Auswirkungen auf die Tier- und Pflanzenwelt haben.


Gemeinsam mit der Gemeinde Rehetobel, dem Kanton Appenzell Ausserrhoden, dem WWF Appenzell sowie weiteren Partnerorganisationen wurde die Aktion im Herbst 2025 umgesetzt. Interessierte Gartenbesitzerinnen und Gartenbesitzer konnten ihren Sommerflieder kostenlos durch Fachpersonen entfernen lassen und erhielten im Gegenzug einen einheimischen Strauch ihrer Wahl. Zusätzlich wurden bei Bedarf weitere invasive Pflanzenarten fachgerecht entfernt und entsorgt.


Die Resonanz auf die Aktion war sehr positiv. Zahlreiche Privatpersonen nutzten die Gelegenheit, ihre Gärten naturnäher zu gestalten und aktiv zur Förderung der Artenvielfalt beizutragen. Rund 50 Sommerflieder konnten entfernt werden und der Austausch zeigt eindrücklich, dass bereits kleine Veränderungen im privaten Umfeld eine grosse Wirkung auf die ökologische Vernetzung und die Förderung einheimischer Tierarten haben können.


Einheimische Sträucher bieten über das ganze Jahr hinweg wertvolle Lebensräume und Nahrungsquellen für Vögel, Insekten, Kleinsäuger und viele weitere Arten. Gleichzeitig sensibilisierte die Aktion die Bevölkerung für die Problematik invasiver Neophyten und vermittelte praxisnahes Wissen rund um naturnahe Gartengestaltung.


Das erfolgreiche Pilotprojekt in Rehetobel bildet die Grundlage für weitere Neophyten-Tauschaktionen in anderen Gemeinden des Appenzellerlands.

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