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Aufwertung Schulareal Schule Stein

Ein lebendiger Lernort: Gemeinsam mit Schülerinnen und Schülern entstanden in Stein vielfältige Biodiversitäts-Hotspots, die Naturförderung direkt erlebbar machen.

Biodiversität erlebbar gemacht

Rund um das Schulhaus Stein entstand 2023 ein vielseitiges Biodiversitätsprojekt mit dem Ziel, Naturförderung direkt erlebbar zu machen. Schülerinnen und Schüler sollten die Möglichkeit erhalten, ökologische Zusammenhänge nicht nur theoretisch kennenzulernen, sondern die Entwicklung naturnaher Lebensräume über das ganze Jahr hinweg aktiv mitzuverfolgen. Gleichzeitig sollen die umgesetzten Massnahmen auch für die Bevölkerung sichtbare Zeichen für mehr Artenvielfalt und ökologische Aufwertung setzen.


Die Jugendlichen wurden von Beginn an aktiv in die Planung und Umsetzung miteinbezogen. Fachlich begleitet wurde das Projekt durch lokale Gartenbauunternehmen. Ebenfalls am Gesamtprojekt beteiligt waren die Klimagruppe Stein sowie der Ornithologische Verein Hundwil-Stein. Der Verein Zentrum für Artenvielfalt Appenzellerland übernahm die Projektkoordination, erarbeitete gemeinsam mit den Gartenbaufirmen einen Umsetzungsvorschlag und kümmerte sich um die Beschaffung der nötigen finanziellen Mittel.


Auf Grundlage bestehender kantonaler Aufwertungsbeispiele entstand ein umfassendes Konzept für verschiedene Biodiversitäts-Hotspots auf dem Schulareal. Während einer Projektwoche im August 2023 wurden zahlreiche Elemente gemeinsam realisiert: Fassadenbegrünungen, eine vielfältige Wildhecke, Nistkästen für Vögel, Wildstaudenflächen, ein Lebensturm sowie eine Trockenmauer mit integriertem Wildbienenhabitat und Naschhecke.


Die Schülerinnen und Schüler arbeiteten in Gruppen an den verschiedenen Teilprojekten mit und wurden dabei jeweils von Fachpersonen begleitet. Auch Eltern unterstützten die Arbeiten tatkräftig. Besonders grosses Interesse weckte der Bau der Trockenmauer, bei dem handwerkliches Geschick, Kraft und Ausdauer gefragt waren. Dank der grossen Motivation aller Beteiligten konnten sogar zusätzliche Strukturen geschaffen werden, darunter ein weiterer Lebensturm mit verschiedenen Kleinstrukturen und Rückzugsorten für Insekten.

Heute bietet das Schulareal wertvolle Lebensräume für zahlreiche Tier- und Pflanzenarten und dient gleichzeitig als lebendiger Lernort für kommende Generationen. Die Pflege und Weiterentwicklung der Flächen erfolgt weiterhin gemeinsam durch Schule, Schulabwart, Klimagruppe und Schulklassen – ein tolles Beispiel dafür, wie Biodiversitätsförderung durch gemeinschaftliches Engagement nachhaltig verankert werden kann.

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