Einheimische Arten und warum sie so wichtig sind
- Maya Sporn
- 19. Jan.
- 2 Min. Lesezeit
Aktualisiert: 27. Jan.

Einheimische Pflanzen sind die Basis unserer Ökosysteme. Sie bieten Nahrung und Lebensraum für Insekten, Vögel und viele andere Tiere. Diese wiederum sind auch für uns Menschen unverzichtbar – zum Beispiel als Bestäuber von Nutzpflanzen. Weil sich einheimische Arten über lange Zeit an Klima und Boden angepasst haben, kommen sie mit weniger Wasser aus, sind robuster und meist pflegeleichter als viele importierte Pflanzen. Sie halten Böden stabil, schützen Wasser und Luft und sorgen für ein natürliches Gleichgewicht. Zudem prägen sie das typische Landschaftsbild und die Identität einer Region.
Neophyten – neu, aber nicht automatisch problematisch
Pflanzen, die nach 1492 in die Schweiz gelangt sind, bezeichnet man als «Neophyten». Bei diesem Begriff läuten bei vielen bereits die Alarmglocken. Neophyt heisst auf Deutsch aber schlicht «neue Pflanze». Hierzu gehören auch bekannte Arten wie die Goldmelisse oder der Sonnenhut – genauso wie etwa Kartoffeln und Tomaten. Viele Neophyten haben sich gut integriert und bereichern unsere Gärten und Grünflächen. Gerade dort, wo natürliche Lebensräume fehlen, können sie für Insekten sogar eine wichtige Nahrungsquelle sein. Neophyten sind also nicht grundsätzlich ein Problem.
Wenn Pflanzen invasiv werden
Problematisch wird es erst, wenn sich eine Art ausserhalb von Gärten stark ausbreitet und dabei andere Pflanzen verdrängt. Solche Arten nennt man invasive Neophyten. Entscheidend ist nicht ihre Herkunft, sondern ihr Verhalten: Sie finden ideale Bedingungen, breiten sich unkontrolliert aus und bringen ganze Lebensräume aus dem Gleichgewicht. Die Schäden können vielfältig sein – für die einheimische Artenvielfalt, für die Gesundheit von Mensch und Tier oder auch für Landwirtschaft und Infrastruktur. In der Schweiz zählen unter anderem Sommerflieder, Glattblatt-Aster oder Vielblättrige Lupine zu diesen invasiven Arten.

Jeder Beitrag zählt
Ein bewusster Umgang mit Pflanzen bedeutet also mehr, als schöne Gärten zu gestalten. Wer einheimische Arten fördert und invasive Neophyten kritisch betrachtet, leistet einen wichtigen Beitrag zum Schutz unserer Natur. Jeder Garten, Balkon oder jede Grünfläche kann so zu einem kleinen, aber wertvollen Mosaikstein für die Biodiversität werden – und dazu beitragen, dass unsere heimische Pflanzen- und Tierwelt auch in Zukunft erhalten bleibt.
Liste invasiver Neophyten :




Kommentare